Meine Favoriten

Inhalt

Im Notfall wählen Sie den Polizeinotruf 110!

  • Wenn Sie die Polizei zum Tatort gerufen haben, so nehmen die Beamten Ihre Anzeige an Ort und Stelle auf. Die Polizeibeamten werden je nach Schwere Ihrer Verletzungen und Ihrem persönlichen Wunsch eine Ambulanz oder einen Notarzt rufen.
  • Ansonsten können Sie sich an jede Polizeidienststelle wenden, um Anzeige zu erstatten. Die Polizei wird den Fall zur Bearbeitung an die Polizeidienststelle weiterleiten, in deren Zuständigkeitsbereich die Wohnung des Täters liegt.
  • Die Beamten nehmen zunächst Ihre Personalien und dann Ihre Angaben zum Tathergang bzw. Ihre Beobachtungen auf und protokollieren diese. Sie bestätigen die Angaben durch Ihre Unterschrift.
  • Die Polizeibeamten werden Ihnen eine Entscheidung abverlangen, ob Sie Strafantrag stellen. Viele Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt können nur auf einen solchen Antrag hin verfolgt werden. Sollten Sie sich zum Zeitpunkt der Anzeigenerstattung noch nicht sicher sein, wird Ihnen eine Frist für die Entscheidung eingeräumt.

Wenn Sie als Opfer es wünschen, wird die zuständige Koordinierungs- und Beratungsstelle für häusliche Gewalt informiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koordinierungs- und Beratungsstellen, aber auch Mitarbeiterinnen von Frauen- und Kinderschutzhäusern und anderen sozialen Beratungsstellen beraten Opfer von häuslicher Gewalt fachkundig und individuell und zeigen Auswege aus ihrer Situation auf. Sie begleiten Sie auch zu Gericht und helfen Ihnen bei der Beantragung gerichtlicher Schutzanordnungen.

Sind Kinder betroffen (auch indirekt), so prüft die Polizei, ob das Jugendamt beteiligt werden muss.

Geht vom Täter eine gegenwärtige Gefahr für die Mitbewohner aus, so kann ihn die Polizei mit sofortiger Wirkung für maximal zwei Wochen aus der Wohnung verweisen.