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Antragsberechtigte

Einen Eigenantrag können nicht selbstständig tätige natürliche Personen und - unter bestimmten Voraussetzungen - ehemalige Selbstständige stellen. Einen Fremdantrag stellt ein Insolvenzgläubiger.

Haben Schuldner in diesem Fall noch keinen eigenen Insolvenzantrag gestellt, erhalten diese Gelegenheit, einen Schuldenbereinigungsversuch durchzuführen und einen eigenen Insolvenzantrag zu stellen. Denn nur wenn der Schuldner einen eigenen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellt, ist auch ein Antrag auf Restschuldbefreiung möglich.

Wer kann das Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen?

Privatpersonen:

Das vereinfachte Insolvenzverfahren ist ausschließlich Privatpersonen (natürlichen Personen) vorbehalten, die als Verbraucher zu verstehen sind. Dazu zählen insbesondere

  • Arbeitnehmer und Arbeitsuchende
  • Empfänger von Versorgungsleistungen
  • Rentner und Pensionäre

Gescheiterte ehemalige Unternehmer unter bestimmen Voraussetzungen:

Waren Sie bislang selbstständig tätig, können Sie unter den folgenden Bedingungen ebenfalls Verbraucherinsolvenz beantragen:

  • Sie leben in überschaubaren Vermögensverhältnissen und haben weniger als 20 Gläubiger
  • Es bestehen keine Forderungen gegen Sie aus früheren Arbeitsverhältnissen (zum Beispiel Lohnansprüche ehemaliger Beschäftigter oder nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge)

In allen anderen Fällen ist das Regelinsolvenzverfahren zu durchlaufen. Auch dann ist aber für natürliche Personen, also etwa selbstständig tätige Unternehmer, eine Restschuldbefreiung möglich.