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Inhalt

Das ärztliche Beschäftigungsverbot berücksich­tigt die persönlichen Beschwerden der wer­denden Mutter, welche durch das betriebliche Beschäftigungsverbot nicht erfasst werden kön­nen.

  • Nur ein Arzt kann entscheiden, ob
    • die werdende Mut­ter arbeitsunfähig krank ist (Arbeitsunfähigkeit) oder
    • ein Schutz des Lebens oder der Gesundheit von Mut­ter oder Kind notwendig ist (ärztliches Beschäf­tigungsverbot)

Folgende Voraussetzungen sind zu beachten:

  • die Fortdauer der Beschäftigung ist für die Mutter oder das Kind gesundheitsgefährdend (die konkrete Arbeit oder der Arbeitsplatz ist an sich sind es nicht),
  • die individuellen Verhältnisse der Schwange­ren z. B. Konstitution, Gesundheitszustand, Auftreten von körperlichen Beschwerden, bei­spielsweise bei einer Risikoschwangerschaft, Neigung zur Früh- oder Fehlgeburt, drohende Eklampsie (Krampfanfall), Übelkeit, Erbrechen, Rückenschmerzen usw.,
  • Auftreten von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, beispielsweise Auseinanderset­zungen mit dem Arbeitgeber, Vorgesetzten oder Kollegen.