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In Sachsen kann zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden, wer

  • vorwiegend in Sachsen berufstätig ist oder, falls keine Berufstätigkeit besteht, wer in Sachsen wohnt,
  • ein wirtschaftswissenschaftliches, rechtswissenschaftliches oder ein anderes Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung abgeschlossen hat und danach zwei Jahre auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern praktisch tätig war; bei einer Regelstudienzeit von weniger als vier Jahren sind drei Jahre Berufspraxis erforderlich,
  • die Abschlussprüfung für einen kaufmännischen Ausbildungsberuf bestanden hat und danach acht Jahre auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern tätig war; (bei erfolgreich abgelegter Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt sind sechs Jahre Berufspraxis notwendig) oder
  • der Finanzverwaltung als Beamter des gehobenen Dienstes oder als vergleichbarer Angestellter angehört oder angehört hat und bei ihr mindestens sechs Jahre als Sachbearbeiter oder in mindestens gleichwertiger Stellung praktisch tätig gewesen ist.

Wer die erforderlichen Berufspraxiszeiten bei der Antragstellung noch nicht erfüllt, kann unter der Bedingung zur Prüfung zugelassen werden, dass diese Zulassungsvoraussetzung bis zum Beginn der schriftlichen Prüfung erfüllt wird.

Prüfungsbefreiung

Bei entsprechender Qualifikation und langjähriger Berufserfahrung auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern spricht die Steuerberaterkammer eine Prüfungsbefreiung aus. Das trifft unter anderem zu für:

  • Professoren
  • ehemalige Finanzrichter
  • ehemalige Beamte und Angestellte der Finanzverwaltung

In diesem Fall muss bei der Steuerberaterkammer ein Antrag auf Befreiung von der Steuerberaterprüfung gestellt werden.